BEGEGNUNGEN WEITER MÖGLICH!

Auch wenn die Brücke/Most-Stiftung derzeit kein großes Zeitzeugenprojekt durchführt, können auch weiter Begegnungen mit Zeitzeugen vereinbart werden. Wenden Sie sich bitte an Werner Imhof.


Stirbt ein alter Mensch, dann verbrennt eine ganze Bibliothek

(afrikanisches Sprichwort)

Der Einsatz von Zeitzeugen bildet einen Schwerpunkt in der interkulturellen Bildungsarbeit der Brücke/Most-Stiftung zur deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit. Besonders junge Menschen sind fasziniert von der Begegnung mit unmittelbaren Zeugen bedeutender historischer Ereignisse. Hinter Begriffen und Jahreszahlen scheint dann die menschliche Dimension der Geschichte auf, ein persönliches Schicksal bebildert die historischen Abläufe. In individueller Perspektive werden die Ereignisse zum Leben erweckt und vorstellbar. So wird zum Beispiel anschaulich, wie eine totalitäre Gesellschaftsform durch Überwachung, Terror, Diskriminierung und Verfolgung konkret in das Leben eines Menschen eingreift.

Für die historisch-politische Bildungsarbeit ist von Bedeutung, dass solche Lernerlebnisse besonders nachhaltig erinnert werden. Wie wichtig dies etwa im Blick auf aktuelle rechtsextreme und fremdenfeindliche Tendenzen ist, muss nicht betont werden. Noch steht im Zentrum unserer Zeitzeugenarbeit der Holocaust. Wer sich mit Auschwitz beschäftigt und dann mit einem Überlebenden gesprochen hat, wird jeder Verharmlosung des Holocaust mit großer Skepsis begegnen.

Langjährige Erfahrungen in Oral-History-Projekten haben uns gelehrt, dass der sinnvolle Einsatz von Zeitzeugen in der Bildungsarbeit sehr viel mehr verlangt, als Menschen einer bestimmten Generation zu finden und erzählen zu lassen. Wir bringen dieses Wissen in jedes Projekt ein und geben es im Rahmen von Fortbildungen weiter.



„Die persönliche Begegnung mit Frau Miková und ihr Bericht waren eindrucksvoller, bedrückender und nachhaltiger als alles, was ich bisher über den Nationalsozialismus und den Holocaust gelesen oder gesehen habe.“

„Die bestehenden Vorurteile – man hätte ja schon so viel über den Nationalsozialismus im Unterricht gehabt – wurden weggewischt. Die Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur inneren Anteilnahme waren durch die persönliche Begegnung sehr hoch.“

Hans-Hinrich Kahrs, Geschichtslehrer am Gymnasium Warstade/Hemmoor, nach einem unserer Zeitzeugengespräche

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